Vorzeitiges Saisonende 2012

Posted: 26th April 2012 by Dirk in Allgemein

Das hatte ich mir eigentlich etwas anders vorgestellt.

Durch einen blöden Unfall muss ich die Saison 2012 beenden bevor sie überhaupt begonnen hat.
Nachdem ich nun seit der OP am letzten Mittwoch am Sprunggelenk Träger von Zahlreichen Platten und Schrauben bin, ist an Triathlon und Laufen erst einmal nicht zu denken.

Der Arzt im Krankenhaus hat bestimmt gedacht, der Kerl ist auf einer eigenen Ebene und nicht auf dieser Erde. Da liegt der hier auf meinem OP-Tisch und hat nur die Fragen im Kopf, ob er wieder Triathlons bestreiten kann und er im Juni beim Bonn Triathlon an den Start kann.
Ist doch klar, das sind die für mich wichtigsten Fragen gewesen.
Die Ärzte im Petruskrankenhaus haben aber einen Super Job gemacht. Nach der Notoperation sah die Realität, tatsächlich doch etwas besser aus, als die Röntgenbilder erst vermuten ließen.
Mit Spannung erwartete ich am Morgen nach der OP die Visite. Natürlich 1001 Fragen.
Alles gut verlaufen, fast alle Schäden operiert. Bis auf das linke Außenband, das wird alleine wieder zusammen wachsen müssen. Ende Mai wird eine längere Schraube raus operiert. Bis dahin ist absolute Ruhe, Laufen an Krücken, dauerhaftes tragen des Vacoped-Schuhs und maximale Belastung mit 20 kg angesagt. Erst im Juni ist kann ich dann mit dem normalen Laufen beginnen. Laut Ärzten darf ich frühestens in einem halben Jahr daran denken mit leichtem Lauftraining zu starten.

Aber es gibt ja noch das Schwimmen und Radfahren. Das wird dann bis Oktober das Warten aufs Lauftraining verkürzen müssen.
Und dann gibt es ja noch zu meinem Glück den Mann von Dagmar. Der Doc wird ab morgen meine weitere Behandlung übernehmen. Auf ihm ruhen alle meine Hoffnungen, dass es bald wieder weiter gehen wird.
Die acht Tage im Krankenhaus waren schon etwas Deprimierend für mich. Da hatte ich genügend Zeit um nachzudenken. Die meiste Angst, die ich natürlich habe, ist das ich meinen geliebten Sport an den Nagel hängen muss. Aber wer mich kennt, weiß, dass das wohl nicht in Frage kommt. Diesen Gedanken habe ich einfach ausgeblendet. Außerdem kommt mir hier Dagmars Mentaltraining zur Hilfe. Ich glaube ohne die erreichte Mentale Stärke, sähe es doch etwas finsterer in meinem Kopf auf.
Als ich da nun so im Bett lag und Trübsal blies, geschah etwas, was mir dann doch noch die Tränen in die Augen trieb. Ich hatte die Rechnung ohne meine FREUNDE vom PSV Bonn Triathlon gemacht.

Als erste stand Chrissi mit Greta und meinen Lieblingspralinen im Krankenzimmer. Was habe ich mich gefreut. Aber das war noch nicht alles. Minuten später kam per Fleurop ein echt toller Blumenstrauß von den Freunden aus dem Trainingslager in Mallorca an. Was dabei am meisten zu Tränen rührte war die Karte mit einem Genesungsgedicht. WOW. Treffer, Tränen, versenkt. Ich war sprachlos. Was will man da auch noch sagen bei so viel Anteilnahme und tröstenden Worten. Als auch noch Bernd zu Besuch kam, dachte ich, das kann man nicht mehr toppen. Denkste, wer den PSV Bonn Triathlon kennt und auch dort Mitglied ist, weiß, dass die Mädels und Jungs noch mehr als Triathlon drauf haben.

Nach dem ich mich per Twitter (mein Tor aus dem Krankenlager) bei den Mallorcinern bedankt habe, kam der nächste Hammer. Anruf aus Malle auf dem Handy, aufmunternde Worte von den beiden Coachs und dann hatte ich alle der Reihe nach am Ohr. Jeder hatte ein paar nette Worte für mich über. Zum Schluss alle noch im Chor, mann was willst du da noch sagen? Ich war platt. Günters Frau Fabiola, Twitterte mir täglich die besten Wünsche aufs Handy. Klasse.
Dann kamen auch noch meine Arbeitskollegen und Freunde Gerd und Volker mit ca. 4 Kilo Süßigkeiten. Ob die wohl wissen wie viel Kalorien das sind? Die wollen mich mästen.
Blumen gab es dann auch noch einmal von Karl-Heinz und seiner netten Frau. Die beiden brachten meine Startunterlagen für den Bonn Marathon 2012. Den wird Bernd für mich laufen.
Einen Tag später kam dann auch noch Mario mit seinem Sohn und Chrissi. Sie brachten Fahrrad, Helm, Trinkflache, Klingel und Luftpumpe aus Schokolade. Das hatte ich auch noch nicht gesehen.
Das bekommt einen Ehrenplatz.
Weitere Anrufe aus Mallorca und noch die Besuche von mamarennt (Chrissie’s Mama) und Hans mit Lebensgefährtin Ulla standen einen Tag später auf dem Programm.
Von mamarennt gab es dann den Glückskäfer Bolle und die Info das wir beide zusammen den nächsten Bonner Halbmarathon 2013 zusammen laufen werden.
Von Hans und Ulla gab es neben einen Krimi noch einiges an Süßigkeiten.
Nun sah mein Bettschränkchen aus wie ein Schlaraffenland.


Ich möchte ich mich gerne bei euch allen zusammen für die Wünsche, Geschenke, Besuche, Anteilnahme und Anrufe bedanken.
Ich bin mächtig stolz darauf, solche Freunde zu haben. Danke dass es euch gibt.
Ich verspreche euch allen, dass ich 2013 stärker wieder kommen werde. Wir werden wieder zusammen trainieren und Wettkämpfe bestreiten. Zum Schwimmen auf der Regattabahn in Fühlingen werden wir uns aber noch in diesem Sommer sehen.
Danke auch dir Bernd das du für mich beim Bonn-Marathon eingesprungen bist.

  1. Fabiola sagt:

    Gelesen und fuer seeeehr gut befunden… was bist du doch fuer ein TOPPER!!!

  2. Christine sagt:

    Oh mein Gott…..ich hatte die Lieblingspralinen erwischt!!! *freu*
    und übrigens…..”Wie du mir, so ich dir!!”….du wärst auch für uns da!!!
    Ich schick dir jetzt einfach mal nen Knutsch….ganz egal, was “Blubber” dazu sagt!

  3. Monika sagt:

    Lieber Dirk…

    Schokolade und Blumen sind doch bestimmt super geeignet für eine passive Regeneration… Umso fitter wirst Du in einigen Wochen wieder sein. Kopf hoch und nochmals guuuuute Besserung.

    Alles Liebe
    Monika